Grindelwald-First, Bachalpsee, Faulhorn, Bussalp. Meine letzte Wanderung vom Jahr war zwar anstrengend, aber schöner als erwartet. Vor allem dank einem Fotoklassiker im Berner Oberland: Der idyllische Bachalpsee.

Bachalpsee: Bei richtigem Wanderwetter zum typischen Bergsee

Trübes Herbstwetter im Flachland, Sonnenschein bei frischen Temperaturen in höhere Lage: Die Wetterprognose spornte uns an, eine letzte richtige Wanderung vom Jahr durchzuführen. So ging es in den frühen Morgenstunden eines Freitags von Bern Richtung Interlaken Ost. Mit Kaffee und Müesli in der Hand, um den Energiehaushalt prophylaktisch aufzustocken. Umsteigen in den touristisch alten Zug nach Grindelwald, um von dort mit dem Gondeli auf die First zu kommen. Da wurden wir von den Sonnenstrahlen herrlich begrüsst.

Der Wanderweg beginnt mit dem kleinen, rund 45 minütigen Spaziergang zum Bachalpsee. Der breite Weg verläuft nach einem kurzen Anstieg relativ eben, entlang einer schönen Blumenwiese vorbei an der Gummihütte. Rrächtigem Panorama auf die umliegenden Viertausender des Berner Oberlands umgab uns: Wetterhorn, Schreckhorn,  Finsteraarhorn. Am Bergsee angekommen, gönnte man sich eine erste kleine Pause. Aus fototechnischen Gründen, aber auch zur Stärkung mit Sandwiches und Zuckernahrung.

Bachalpsee, Kanton Bern

Wandern am Bachalpsee

Bachalpsee

Bachalpsee

Bachalpsee

Grindelwald-First

Bachalpsee und die Berge

Der steile Weg auf das Faulhorn

Diese Stärkung war auch nötig, denn der weitere Weg aufs Faulhorn hat es in sich. Gleich hinter dem Bergsee führt der Säumerweg steil aufwärts zur Burgihütte. Wenn man nicht gerade in Form ist, schlägt es auch auf die Psyche. So hatte ich das Gefühl, dass der Aufstieg einfach nicht enden wollte. Ja, ich muss gestehen, ich habe gelitten: Rein von den Höhenmetern war es nicht meine strengste Wanderung vom Jahr – da war sogar noch der Panoramaweg Oeschinensee tückischer. Doch meine Beine fühlten sich an diesem Tag einfach nur schwer an.

Berghotel Faulhorn und die leckere Kartoffelsuppe

An zwei Schutzhütten vorbei, kommt man zum sogenannten Gassenboden, wo man anschliessend auf dem Wanderweg zur Bussalp gelangt. Das alte Berghotel Faulhorn, liegt nur wenige Wegkehren weiter oben. Das Hotel beherbergt von Juli bis Oktober Gäste und von da lassen sich prächtige Sonnenunter- und aufgänge erleben. Wir genossen eine Kartoffelsuppe mit Schweinswürste, die sehr sehr lecker war. Der Aussichtspunkt, leicht oberhalb des Hotels, bot uns als Dessert eine überwältigende Aussicht auf die halbe Schweiz: Auf die wichtigsten Bergen des Berner Oberlands, auf die Voralpen, das Emmental, Mittelland, Jura….und theoretisch auch auf sieben verschiedene Schweizer Seen, die bei unserem Besuch jedoch unter dem Nebelmeer lagen. Der Zuger-, Vierwaldstätter-, Brienzer, Thuner-, Bieler-, Murten und Neuenburgersee verschieben wir nun auf ein anderes Mal.

Mit diesen wunderschönen Bildern im Kopf (und in der Kamera), ging es dann zurück zum Gassenboden und anschliessend auf den steilen Weg hinunter, durch die weite Alpmulde der Bussalp bis zur Endstation des Postautokurses Bussalp. Erschöpft vom Tag – und glücklich endlich am Ziel angekommen zu sein, gönnte ich mir vor der Abreise noch ein feiner Apfelstrudel (<3).

Faulhorn

Berghotel Faulhorn

Wandern Grindelwald