Streetart in Kuba – Kunst oder Politik?

Durchhalteparolen für den Sozialismus, Kampfansagen gegen den Imperialismus, Verehrung von verstorbenen Staatsmännern. Streetart in Kuba ist meist politisch geprägt. Aber nicht nur.

Streetart in Kuba: Kunst oder Politik?

Kuba und insbesondere dessen Hauptstadt Villa San Cristobal de Habana, ist definitiv eine kulturelle Hochburg unserer Welt. Historische Gebäude, unzählige Museen, viel Live-Musik, grossartiges Essen und Trinken sowie etliche Kunstgalerien prägen das Stadtbild. Die Einheimischen sind stolz auf die Geschichte des Landes, auf die aktuelle politische Staatsform, auf ihre Einzigartigkeit in der globalen Welt. Einzigartig sind auch die Streetarts in den Gassen. In klassischer Form von “europäischen” Grafitis in der Schriftform (auch von Europäern auf Ihren Reisen gemalt). Aber insbesondere auch in ihrer bildnerischen Gestaltung. Und – vor allem im direkten Vergleich mit den Streetarts in Malaysia – nicht selten mit einer politischen Botschaft versehen, zu Ehren vom sozialistischen System und den früheren Revolutionären resp. Staatsmännern. Manchmal sind die Kernaussagen für die noch herrschende soziale Politik dermassen glorifizierend, dass es mir oftmals unklar war, ob die Wandbilder wirklich von Künstlern frei gemalt waren – oder doch nur im Auftrag des Staates?

Nichtsdesto trotz – oder genau deshalb – sind die Bilder oftmals eine Augenweide. Auch wenn nicht immer farbig. Und zum Teil bereits so heruntergekommen wie die umliegenden Gebäude.

Ausländische Künstler verewigen ihren Urlaub

Aber auch so manche Künstler und Sprayer aus dem Ausland haben sich in vielen Landesteilen Kubas verewigt. Die deutsche Sprayer-Crew 1UP zum Beispiel haben während dem Urlaub in vielen Teilen des Landes mehr oder weniger schöne Grafitis gesprayt – und verschiedene Videos davon auf Youtube geladen. Ebenso können in Kuba verschiedene Kunstwerke von südamerikanischen Artisten bestaunt werden.

 

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