11 Tipps für bessere Reisefotos

Auf Reisen schöne Reisefotos machen: Folgende 11 Tipps und Tricks helfen Dir auch unterwegs die Fotomotive ins richtige Licht zu setzen. 

 

 

Reisefotografie

Wer während dem Reisen oder auf seinen Tagesausflüge mit einem Smartphone, einer Kompaktkamera oder sogar mit der Spiegelreflexkamera Fotos aufnimmt, befasst sich automatisch mit dem Thema der Reisefotografie. Anbei findest Du 11 einfache Tipps wie Du unterwegs deine Fotomotive noch besser ins rechte Licht rückst. Und auf diesem Weg auch den Spass am Fotographieren ganz einfach steigern kannst.

1. Nimm Dir Zeit und geniesse den Augenblick

Bei Reisen geht es um die Entdeckung von neuen, fremden Orten. Lokale Spezialitäten, unbekannte Umgebung, das Beobachten der Einheimischen. Nimm Dir dafür Zeit! Lass Dich darauf ein, tauche in die neue Welt ein – und geniess zuerst einfach den Moment. Beobachte die Umwelt möglichst unvoreingenommen, und am Besten auch ohne Linse vor dem Gesicht. Wenn man den Augenblick geniessen kann, wird man automatisch bessere Bilder knipsen.
Und erst dann, in einem zweiten Schritt: Überleg Dir einmal welche Eindrücke Du als Foto mit nach Hause nehmen willst. Und dann geht es auch erst los….

2. Beherrsche die Technik deiner Kamera

Blende, Belichtungszeit, ISO-Wert, Fokus setzen, Blitzlicht,…der gekonnte Einsatz der verschiedenen Kamerafunktionen will gelernt sein. Lies das Benutzerhandbuch der Fotokamera, informier Dich auf dem Internet, tausch Dich aus mit anderen Fotografen und…üben, üben, üben! Wer seine Kamera im Griff hat, kennt sein Werkzeug und dessen Möglichkeiten. Am Besten führt man dazu Notizbuch und notiert sich die Einstellungen der Erfolge (und Misserfolge) sowie weitere Einfälle zum Thema.

3. Wähle deine Reisefotos Ausrüstung sorgfältig aus

Eine teure Fotoausrüstung macht noch lange keinen Meister. Bildgestaltung und Erfahrung mit der verwendeten Ausrüstung sind dafür umso wichtiger. Ein Profi wird mit einem Smartphone bessere Fotos schiessen, als mancher Hobbyfotograf mit einer schweren Spiegelreflexkamera. Und auf Reisen ist es viel angenehmer, nur ein leichtes Fotoequipement dabei zu haben. Nebst meinem Smartphone, vertraue ich auf meine GoPro und meine Kamera von Fujifilm. Ich trage auch nie alle Objekte mit. Das Verhältnis zwischen Gewicht und Qualität muss für mich stimmen. Jedes Gramm zählt wenn man viel unterwegs ist.

4. Habe keine Angst vor Neuem – und bleib selbstkritisch

Das Schönste an der Fotographie ist meines Erachtens nach: Es gibt kein richtig, es gibt kein falsch. Und was schön ist, ist sowieso Geschmackssache. Deshalb: Sei mutig! Sei kreativ! Befass Dich mit neuen Themengebiete wie Minimalismus oder Nachtfotographie. Spiele mit den unendlich vielen Facetten der Streetfotografie oder Tierfotographie. Spass soll immer im Zentrum stehen. ABER: bleibe dein erster und ehrlichster Kritiker! Gib Dich nie ganz zufrieden mit einem Foto, analysiere was Du noch besser machen könntest und lerne stets dazu. Hole auch Feedback von anderen ein, das ist immer auch eine nette Erfahrung.

5. Fehlende Inspiration akzeptieren: Es gibt auch ohne Kamera ein schönes Leben

Es gibt Tage, da fehlt einfach die Inspiration, die Kreativität, die Lust nach dem Fotografieren. Akzeptier dies! Unter Zwang wird Dir nämlich kaum ein richtig gutes Foto gelingen. In solchen Fälle einfach die Kamera weglegen und den Augenblick geniessen. Inspiration kann nicht auf Knopfdruck ausgelöst werden. Inspiration muss gepflegt werden. Nicht verzweifeln.

6. Das 0815-Foto oder doch die eigene Perspektive?

Vor einer weltbekannten Sehenswürdigkeit hat man immer zwei Möglichkeiten: Will man ein “normales” Foto machen, wie es schon hunderte davon gibt? Oder will man doch eher ein neuartiges Bild erschaffen, aus einer neuartigen Perspektive? Beides kann grundsätzlich ein gutes Bild ergeben. Und doch sind eigene Interpretationen meist interessanter. Gehe dafür in die Knien, oder klettere auf eine Erhebung. Lege die Kamera auf den Boden, oder mach ein Bild von oben nach unten. Wechsle lieber 10 Mal die Perspektive, statt 10 Fotos von der gleichen Sicht zu machen!

7.  Vermeide die Bildmitte, suche den goldenen Schnitt

Der goldene Schnitt – ein eigentliches Thema für sich. Kurz zusammengefasst: Für das menschliche Auge ist der goldene Schnitt ein ideales Prinzip ästhetischer Proprtionierung. So auch in der Fotografie: Wenn das Fotomotiv nicht direkt in der Mitte liegt, sondern ca. im 2 zu 3 Verhältnis, so wirkt das Bild stimmig und schön.

8. Vordergrund + Hintergrund = Räumlichkeit auf Urlaubsbilder

Versuche deinen Urlaubsbilder Raum zu geben. Such die dritte Dimension, auch wenn diese auf einer zweidimensionalen Abbildung per se nicht existiert. Baue dazu verschiedene räumliche Ebenen ein. Stelle das Motiv in den Vordergrund, und grenze diesen klar vom Hintergrund ab. Arbeite dafür auch mit der Tiefenschärfe. Such die Weite in einem Bild, ohne den Fokus auf den Vordergrund zu verlieren. Aber Achtung: Packe nicht zuviele interessante Motive mit auf ein Bild ein – eine Überlastung auf einem Foto macht dieses rasch langweilig.

9. Wenn schon, denn schon: mach es richtig!

Wähle Dein Motiv sorgfältig aus. Konzentriere Dich bei der Aufnahme. Mach es von Anfang an richtig. Drück erst ab, wenn Du Dir sicher bist. Zu viele Fotos machen später zu Hause nur Arbeit – sei es bei der Auswahl oder beim Bearbeiten. Fotos, mit denen Du bereits nach der Aufnahme nicht ganz zufrieden bist – löschen! Wenn Du ein Foto gerade aufnehmen willst, dann schau zu dass es perfekt horizontal ist. Wenn Du eine schiefe Perspektive wählst; dann mach es ganz schief. Keine halbbatzigen Sachen machen – wenn schon, denn schon!

10. Bildlinien, Symmetrie, Muster…die Bildkomposition

Die klassischen Stichworte zum Thema der Bilkomposition sind natürlich auch in der Reisefotografie allgegenwärtig. Ich persönlich mag Bildlinien, die zur Ecke eines Fotos führen. Oder aber das exakte Einfangen von Symmetrie. Natürlich kommen in der Natur etliche musterähnlichen Formen vor. Und so weiter und so fort…die klassischen Theorien des Bildaufbaus in der Fotografie können durchaus inspirierend sein.

11. Natürliche Lichtverhältnisse ergeben die besten Reisefotos

Mein letzter Tipp zum Thema Reisefotos ist ganz simpel: Nutze natürliche Lichtverhältnisse! Sonnenaufgänge und -untergänge sind auch wegen ihrer Farbe immer wieder ein Klassiker. Und insbesondere die Stunden vor einem Sonnenaufgang respektiv nach einem Sonnentergang sind für jeden Fotografen ein Gaumenschmaus. Das weiche Licht der blauen und goldenen Stunden ist definitiv das beste Licht für hübsche Fotos.

 

Havanna Skyline

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2 Kommentare zu “11 Tipps für bessere Reisefotos

  1. Gute Tipps :)
    Zum Thema BEHERRSCHE DIE TECHNIK DEINER KAMERA muss ich leider sagen, dass ich da immer noch sehr am lernen bin. Manchmal vergesse ich vor lauter Aufregung bei einem guten Motiv die Basics der Einstellungen meiner Canon 5DMarkIII.

    1. Besten Dank für den lieben Kommentar :-)
      Meine Fujifilm x-pro2 habe ich auch noch nicht so lange, da passieren mir sogenannte Einstellungsfehler auch noch viel zu oft. Aber: Man hat sowieso nie ganz ausgelernt! Bin überzeugt, dass sogar die Profis aus ihren eigenen Erfahrungen immer wieder Neues dazu lernen. Daher auch mein Tipp “üben, üben, üben” und immer am Ball bleiben….