Vielfältiges Nendaz

Das Wallis ist vielfältig. Ein gutes Beispiel dafür ist Nendaz, mit sportlichen Angebote für Faule und umgekehrt.

 

Haute-Nendaz
Haute-Nendaz
Das schöne Wallis hat mich gerufen; und so ging es wiedermal nach Nendaz. Wie bereits letztes Jahr, konnte ich heuer feststellen: Diese Gemeinde ist unglaublich vielfältig, auf ganz verschiedenen Ebenen. Sage und schreibe 18 Ortschaften in allen Höhenlagen gehören dazu; die Mineralwasserquelle Aproz ist mit 480m ü.M. der niedrigste Punkt und der Gipfel der Rosablanche mit 3’336m ü.M. der höchste Punkt der Gemeinde. Sportler beschäftigen sich hier mit Montainbiketouren, alpinen Wanderungen und im Winter mit Ski- resp. Snowboardfahren im grossen Wintersportgebiet Les 4 Vallées. Wenigersportler können hier tagtäglich das Savoir-vivre zelebrieren mit dem (Schmelz-)Käseverzehren, dem Weinverkosten (z.B. in der Cave à lait) und dem Genuss der eigenen Wurstkreationen vom Dorfmetzger. Und dank dem Sommerbetrieb der Sessellifte und Gondeln kann ohne grosse Mühe der Mont Fort auf 3’330m ü.M. bestiegen werden.

Von der Spitze des Mont Forts sieht man bei gutem Wetter rund 50 Bergspitzen, darunter das Matterhorn, die Dent Blanche oder sogar den Mont Blanc. Früher konnte man hier auch im Sommer Skifahren; dies wurde jedoch im Jahr 1999 eingestellt. Seit der Wintersaison 2007/08 können auch die Gletscherlifte nicht mehr betrieben werden. Einen lieben Gruss an den Klimawandel.
Die Region rund um Nendaz ist auch für die Bissen – im korrekten Deutsch auch Suonen genannt – weltbekannt. Das historische Wasserleitungssystem hat seinen Ursprung im Mittelalter und war bereits Gegenstand verschiedenster wissenschaftlichen Untersuchungen. Das Bisse de Saxon – von Nendaz bis Saxon verlaufend – ist mit 32km die längste Suone im Wallis. Nebst der Bewässerung der umliegenden Agrarfelder erfüllen die verschiedenen Suonen mit etlichen Wandermöglichkeiten auch eine touristische Funktion.