Marrakech – die touristische Königsstadt

Die touristische Königsstadt Nordafrikas. Marrakech und seine Medina. Das wohl schwierigste Labyrinth meines Lebens.

Marokko. Ein Land, welches ich letztes Jahr zum ersten Mal kurz besuchte (Casablanca & Rabat), und welches mich irgendwie in seinen Bann gezogen hat. Daher beschloss ich, dieses Jahr dieses vielfältige Land länger und intensiver zu bereisen. Meine rund 20 tägige Reise begann in Marrakech um von dort aus an die Atlantikküste zu gelangen. Von Basel oder Genève ist Marrakech mit Easyjet in 3 Stunden direkt erreichbar, von Zürich aus – mit einem Zwischenhalt in Casablanca – in etwa 4 Flugstunden (z.B. mit Royal Air Maroc). Die Stadt – eines der vier Königsstädte von Marokko – hat ein unglaublich vielfältiges touristisches Angebot:

  • Djema El Fna: Alle Wege führen zu diesem grossen Platz, der besonders bei Nachteinbruch zur grossen Attraktion erwacht. Schlangenbeschwörer, Affenhalter, Musiker, Tänzer, Geschichtenerzähler verzaubern Touristen und Einheimische jeden Abend. Gegen Hunger und Durst gibt es eine enorme Auswahl an Strassenküche und Früchtesäfte. Der Sonnenuntergang über den Platz ist von den umliegenden Dachterassen aus zu geniessen.
  • Die Medina und ihr Labyrinth; insbesondere in den verschiedenen Souks (überdachte Marktgassen): Wenn die Orientierungslosigkeit zum Genuss wird, kann man sich vom marokkanischen Alltag treiben lassen – auch Abseits der Touristenströme bis hinein in die Wohnquartiere.
  • Palast Bahia: Dieser Palast ist zwar in Ruinen, hat daher aber auch weniger Touristen. Beinhaltet auch die die Gallerie, die sich selber “Musée de la Photographie et arts visuells” nennt; ein neues Museum für Foto- & visuelle Kunst ist jedoch zur Zeit in Bau und soll im Jahr 2016 eröffnen.
  • Palast El Badi: Der grosse Palast ist noch intakt und hat insgesamt über 1600 Räume. Einige davon können besichtigt werden; mit den verschiedenen Innenhöfe ist es einen Besuch Wert!
  • Maison de la Photographie: Grosse Ausstellung über die marokkanische Fotographie des 19. und 20. Jahrhundert. Ein Abtauchen in die historische Welt Marokkos in schwarzweiss Bildern.
  • Ben Youssapha: Die alte Koranschule – ein Schmuckstück für ein Weitwinkelobjektiv.
  • Jardin Majorelle: Vom Künstler Majorelle erschaffen, vom Modedesigner Yves Saint Laurent später aufgekauft und restauriert. Im marokkanischen Verhältnis ein teurer Spass (50 Dhr Eintritt), der sich auf jeden Fall lohnt.
  • Gare de Marrakech: Der neue Bahnhof verbindet traditionelle mit neuer Architektur. Zuganschlüsse nach Fes und Casablanca; für die Richtungen Atlantikküste und Süden müssen die Busse von Supratour benutzt werden (BusBahnhof gleich hinter dem Bahnhof)
  • Theatre Royale; das nationale Theater – gleich in der Nähe des Bahnhofs – ist besonders wegen seiner Architektur ein Schmuckstück
  • Nouvelle Ville mit Plazza und Quartier Guéliz für die westlichen Shoppinggelüste
  • Bab Agnou: ältestes und schönstes Stadttor der Stadtmauer
  • Restaurant Darzelij: Perfekter Ort für ein romantisches Tête-à-Tête – insofern sie nicht geschlossen haben. Angeblich Reservation sehr empfehlenswert.
  • Koutoubia Moschee mit höchstem Minarett der Stadt – keine andere Moschee darf in der Stadt höhere Minarette bauen als diese Moschee vom 12. Jahrhundert
  • Saadier Gräber
  • Dazu gibt es noch etliche Möglichkeiten für Tagesausflüge von Marrakech aus (Wasserfälle, Atlas-Gebirge, Wüstengebiet, Atlantikküste, etc.)

Man muss nicht alles gesehen haben, um eine schöne Zeit in Marrakesch verbringen zu können; in der Hitze kann ein einfaches Flanieren in den schattigen Souks bereits eine Wohltat sein.