Jahresrückblick 2016

So schnell geht es: Ein Jahr mehr viele schöne Sachen erlebt, gesehen, fotographiert. Volle 12 Monate mit so einigen an Reisen, Wanderungen, Ausflügen, Snowboardfahrten – oder einfach im monotonen Alltag. Und hier nun mein persönlicher Rückblick auf ein bewegtes Jahr 2016, voller Veränderungen und schönen Erlebnisse.
Jahresrückblick 2016

Ja, es ist Mitte Dezember, in Mitten der Weihnachtszeit. In wenigen Tagen ist das Jahr 2016 schon wieder Geschichte. Im Archiv des Lebens verstaut. So schnell kann es gehen.
Nach 2014 und 2015 folgt nun bereits zum dritten Mal ein kleiner, persönlicher Jahresrückblick 2016. Diesmal in chronologischer Reihenfolge, wie es sich eigentlich auch gehört. Da ich aber nicht alle meiner Aktivitäten verblogt habe, ist die Liste unvollständig. Ein bisschen Privatsphäre muss ja noch sein, oder so.

Silvester im Hotpot von Nendaz

Das Jahr 2016 begann gemütlich und feucht-fröhlich. Das gemeinsame Beisammensein unter Freunden stand im Mittelpunkt. Und auch das Geniessen des Bergpanoramas von einem warmen Hotpot aus. Es war ein wunderbarer Start für die kommenden wunderbaren 365 Tage. Und dafür hat sich Nendaz einmal mehr von seiner besten Seite gezeigt, trotz tendenziellem Schneemangel. Die Spaziergänge an den Bisses, die Kaffischnaps an den Skipisten, und einfach die gute Zeit mit guten Menschen. SO muss ein Jahresanfang sein.

 

Snowboardweekend in der freien Ferienrepublik

Januar Februar März,…das sind die richtigen Wintermonate in der Schweiz. Die ideale Zeit fürs Snowboardfahren, am liebsten auf perfekt präparierten Skipisten. Mit legendären Après-Ski-Apéros. Abends Käsefondue in einem gemütlichen Restaurant (zum Beispiel das Vieux Chalet), nächtliche Spaziergänge im typischen Chaletdorf. Ja, so verliebt man sich ziemlich schnell in das schöne Saas-Fee. Welches übrigens nächstes Jahr von mir noch mehrmals besucht wird. Saisonabo sei Dank.

 

Angebliches Sternenschlitteln, tatsächliches Schneesturmschlitteln

Bei einigen Wettbewerben kann man tatsächlich etwas gewinnen: Dank dem Tourismus-Label Made in Bern durfte ich an einem winterlichen Abend aufs schöne Niederhorn. Nach einem feinen Fondue im Bergrestaurant ging es im Dunkeln auf eine nächtliche Schlittelfahrt. Das eigentliche Sternenschlitteln wurde rasch zum Schneesturmschlitten – der Spass war dennoch gross. Wer dieses Angebot im Jahr 2017 auch mal erleben möchte: Warme Kleidung, Helm und Stirnlampe sind absolute Pflicht. Die Angst vor der Dunkelheit lässt ihr am besten auch zu Hause. Und freut euch auf den Glühwein im Stall-Restaurant am Zielhang.

 

Schneespaziergänge im familiären Grächen

Man kann auch in einem Skigebiet einen Tag verbringen, ohne irgendwelchen Wintersport zu betreiben. Das familiäre Skigebiet in Grächen bietet im Dorf verschiedene Spaziergänge in idyllischer Atmosphäre an. Die kleinen, verschneiten Holzchalets bilden im alten Dorfkern ein kleines Labyrinth, aus welches man gar nicht unbedingt rauskommen will… Und in der Höhe, gleich neben den Skipisten, laden einige Restaurants mit gemütlich eingerichteten Terassen zum Sonnenbaden ein. Der ziemlich spontane Schneetag-ohne-Snowboard hat sich für mich mehr als gelohnt.

 

Melchsee-Frutt, der Innerschweizer Spot für den Schneesport

Wer an Schneesport in der Zentralschweiz denkt, hat meist Engelberg mit dem majestätischen Titlis im Sinn. Eine nette Alternative dazu ist klar Melchsee-Frutt. Die kleine familiäre Feriendestination ist für Wintersportler, Eisfischer und Kletterer ein schöner Ausflugsort. Unter grösstem Sonnenschein verbrachte ich einen wunderbaren Tag auf den 32km Skipisten um den Melchsee und Tannensee. Und da habe ich es mir auch gleich vorgenommen, an einem sommerlichen Tag die Vierseen-Höhenwanderung bis zum Trüebsee zu unternehmen. Aber das ist ein anderes Projekt. Eines für 2017. Vielleicht.

 

Paris, l’amour court les rues

Es verging eine Weile im Jahr 2016 bis ich meinen ersten grösseren Aufenthalt im Ausland genoss. Die Wahl fiel auf die französische Hauptstadt. Dies aus dem einfachen Grund, dass der letzte Besuch doch lange her war.
Die Stadt der Liebe, der Lichter, der Kultur. Egal welche Spitznamen Paris kriegt, die meisten davon sind durchaus berechtigt. Ein riesiges Angebot an Sightseeing-Möglichkeiten, an Museen, an Bistrots und Cafés lässt den klassischen Touristen erstrahlen. Und ich durfte wiedermal vom Metro-Angebot profitieren und die französische Strassenkunst erkunden. Paris, tu es une beauté éternelle! A bientôt…

 

 

Locarno und die weite Aussicht aufs Tessin

Eine Schweizer Weisheit für alle: An regnerischen Tagen in der Deutschschweiz lächelt die Sonne im Tessin. Um der angehenden Depression zu entfliehen, beschloss man relativ spontan für einen Tag wie Zugvögel in den Süden zu ziehen. So besuchte man die wunderschöne Altstadt von Locarno. Der kleine Ort am Lago Maggiore präsentierte sich an diesem Tag von seiner besten Seite. Am Nachmittag ging es noch auf den Hausberg Cardada Cimetta. Die Aussicht auf das Centovalli und Alpenketten ist atemberaubend…

 

Die Klassiker der Seen: Crestasee & Caumasee

Im Jahr 2015 zum ersten Mal besucht, wurde meine Begeisterung im Jahr 2016 nochmals bestätigt: Der Crestasee und Caumasee im Flimserwald in Graubünden sind schlichtweg traumhafte Seen. Ich würde sogar behaupten, es sind momentan meine zwei Lieblingsseen. Jede Reiseminute dorhin wird von der Ruhe der Natur gebührend entschädigt – insbesondere wenn man mit der erstmöglichen Zugverbindung von Bern aus reist. Einige nannten mich damals einen Spinner, ich bin meiner senilen Bettflucht in solchen Fällen sehr dankbar.  Eine solche Landschaft für sich alleine zu haben ist unvergleichbar, unbezahlbar, unersetzbar. Und ich freue mich schon bald wieder dorthin zu gehen.

 

Morgenspaziergang am Lac de Joux

Auch in der tiefsten Romandie gibt es nette Seen. Der Lac de Joux im gleichnamigen Tal ist zum Beispiel so einer. Ein netter Ort im Waadtland für kleine und flache Wanderungen, mit vielen Grillstellen und direktem Seezugang für eine allfällige Abkühlung. Oder aber ein perfekter Ort für einen sportlichen Morgenausflug.

 

Die Aareschlucht Rundwanderung

Für viele Berner ein wahrer Klassiker aus der Schulzeit: Der Spaziergang durch die Aareschlucht in der Nähe von Innertkirchen und Meiringen im Berner Oberland. Eine imposante Landschaft, und auch ein kleines Naturschauspiel. Wenn man älter ist, verbindet man dieses Ausflugsziel mit einer Rundwanderung. Der Abstieg von Hasliberg Reuti durch den Wald hat es zwar in sich, insbesondere wenn es nass und rutschig ist. Doch allein schon die Begegnung mit den Gämsen entlöhnte uns für die Mühe. Und das Fotoshooting entlang der grünen Aare war auch sehr witzig.

 

Rigi, die angebliche Königin der Berge

Seit ich mal in ihrer Nähe gewohnt habe, bin ich schlichtweg fasziniert von ihr: Meine liebe Rigi, die angebliche Königin der Berge. Sie ist ziemlich cool, da der Anfahrtsweg mit den altertümlichen Zugwagons allein schon die ganze Reise Wert wäre. An diesem Tag entführte ich meine Eltern auf diese Schweizer Sehenswürdigkeit. Das Wetter spielte nur halbwegs mit; wobei die vorbeiziehenden Wolken allein ein Spektakel waren. Nebst der unvergleichlichen Sicht auf den schönsten See, natürlich.

 

Panoramaweg am Oeschinensee

Ähnlich wie die Aareschlucht, ist auch der Oeschinensee ein richtiger Schul-Klassiker für Berner Buben und Meitschis. Im Winter zugefrohren, im Sommer als natürliches Wanderparadies und Erholungsraum. Jedoch zu meinem ersten Mal wählte ich die sogenannte Panoramaroute, mit perfekter Aussicht auf den See und die umliegenden Berge. Ein anstrengender und super Ausflug, der mit Weisswein, Cervelats und Badespass endete.

 

Die Hafenstadt der Kaufleuten: Kopenhagen

Die dänische Hauptstadt war für mich DIE Entdeckung von meinem Jahr 2016. Die Altstadt der Metropole hat den Charme einer Kleinstadt und die modernen Stadtteile überzeugen mit ihrer mutigen Architektur. Kopenhagen ist ein wahrer Genuss für alle Fahrradfahrer, Design-Liebhaber und Kaffee-Geniesser. Fans von Sightseeing kommen mit der Meerjungfrau, den diversen Schlösser und natürlich dem Hafenquartier Nyhavn auch nicht zu kurz. Und ich übte in dieser Stadt die Vielfältigkeit der Nachtfotographie.

 

Eintagesstädtetrip: Colmar

Von Bern aus ein eintägiger Citytrip im Ausland machen? Die kleine Stadt im Elsass macht es möglich. Colmar ist innerhalb von 2 Stunden mit dem Zug gut erschlossen und bietet die Möglichkeit einen Tag lang in eine kleine Märchenwelt einzutauchen. Flammkuchen, Nougat und regionales Bier inklusive. Ein wahres Highlight in meinem persönlichen Jahresrückblick 2016.

 

First, Bachalpsee, Faulhorn: Anstrengender Genuss

Der Bachalpsee stand schon seit längerer Zeit auf meiner to-do-Liste der Bergseen. So ging es an einem frühen Morgen ins schöne Berner Oberland mit dem Wanderziel First – Bachalpsee – Faulhorn. Ich hatte zwar nicht den fittesten Tag erwischt, doch die unglaublich schöne Landschaft bleibt mir in bester Erinnerung. Übrigens: 24 Stunden nach unserer Wanderung kam der erste Schnee – Glück gehabt!

 

Burzeltag in Amsterdam

Mit der letztjährigen Reise nach Ljubljana hat sich schon fast die kleine Tradition eingependelt, an meinem Geburtstag einen kleinen Städtetrip zu unternehmen. Dieses Jahr fiel die Wahl auf eine meiner Lieblingsstädte in Europa: Amsterdam. Und diesmal hatte ich endlich mal die “richtige” Fotoausrüstung dabei. An diesem Wochenende wurde viel gelaufen, geschlendert, fahrradgefahren und das Leben einfach genossen. Alles bei schönstem Wetter.

 

Holländischer Tagesausflug nach Utrecht

Beim fünften Besuch der niederländischen Hauptstadt ist man logischerweise auf der Suche nach Abwechslung. Rotterdam oder DenHaag? Ne danke. So entschied man sich einen Tag im nahen Utrecht zu verbringen. Die Stadt mit dem höchsten Dom des Landes hat eine überschaubar grosse Altstadt, verwinkelte Gassen mit schönen Geschäften und ist allgemein unterbewertet. Grösste Hingehempfehlung!

 

Erster Schnee am freiburgischen Schwarzsee

Erstes Winterwonderland vom Jahr: An einem frühen Morgen zog es mich an den freiburgischen Schwarzsee. Dieser Morgenspaziergang war Balsam für meine eher verkaterte Seele, und die Spiegelung der Berglandschaft auf der Wasseroberfläche war schlicht ein Träumli.

 

Jahresrückblick 2016…und doch unvollständig!

Wie bereits am Anfang angetönt, gab es nicht für alle Ausflüge einen eigenen Blogbeitrag. Folgende Tätigkeiten fanden 2016 auch in meinem Leben statt:

  • Meine erste Gratwanderung vom Brienzer Rothorn bis Brünigpass
  • Spontaner Citytrip nach Winterthur mit Besuch des Fotomuseums
  • Legèrer Ausflug an den Gantrischseeli
  • Eine nicht ganz legale Übernachtung am Engstlensee unter freiem Sternenhimmel
  • Openair FestiNeuch mit bestmöglichem Campingplatz für ein Openair
  • Eine bestmögliche Hochzeit in Zermatt, mit vorgängigem Ausflug an den Riffelsee
  • Genussweekend in Nendaz
  • Mittagessen im Berggasthaus Aescher und Ausflug im schönen Appenzellerland
  • Regelmässige und weniger regelmässige Citytrips in Bern, Luzern, Zug, Fribourg, Solothurn, Basel, Zürich…

Fazit: Viel gesehen, viel erlebt, viel fotographiert. Und mit dem Wissen, dass 2017 auch ein tolles Jahr wird.
In dem Sinn wünsche ich allen ganz schöne Festtage und einen tollen Rutsch ins neue Jahr. Besten Dank für die Treue, und bis bald!

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