Havanna: Villa San Cristobal de Habana

Über zwei Millionen Einwohner hat Havanna, die Hauptstadt von Kuba. Ebenso viele Eindrücke bietet diese kulturelle Hochburg auf der grössten karibischen Insel. Ein Traum für jede Fotokamera und jegliche rhytmische Tanzbeine.

Start einer spannenden Rundreise in der Hauptstadt von Kuba

Nach einem elfstündigen Flug und entsprechendem Jetlag sind wir endlich im kommunistischen resp. sozialistischen Kuba angekommen. Im Januar wiedermal Sonnenschein sowie angenehme Temperaturen auf der Haut entschädigen sogleich die Müdigkeit – und das erste längere Warten vor der Wechselstube. Mit der touristischen Währung CUC in der Hosentasche geht es mit einem typisch kubanischen Oldtimer-Taxi zu unserem Casa Particulares in der Vieja Habana, in der Altstadt der Hauptstadt von Kuba. Trotz ungenauer Adressenangabe hilft uns der Taxifahrer und verabschiedet sich von uns erst vor der gesuchte Haustüre: Das erste Beispiel von vielen weiteren für die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der kubanischen Bevölkerung im Alltag.
In Havanna verbringen wir insgesamt vier Tage. Viel zu wenig um die ganze Vielfalt der Stadt aufnehmen zu können, aber dennoch genügend um in eine vollkommen andere Welt einzutauchen. Die Mischung zwischen Pracht- und Ruinenbauten ist einfach einzigartig.

Habana Vieja – das historische Herz

Die Altstadt Habana Vieja ist das eigentliche Herz der Stadt. Die UNESCO ist bestrebt ihr kulturelles Welterbe – also eigentlich die kolonialistischen Gebäude – möglichst treu der Vergangenheit zu restaurieren. Der Spaziergang um die vier touristischen Plätzen – Plaza Del Catedral, Plaza Del Armas, Plaza Del San Francisco und Plaza Vieja – führt durch die äusserst ansehlichen Gassen. Die heruntergekommenen Häusern, Oldtimern und Fahrrad-Taxis lassen mich öfters zweifeln, ob wir wirklich das 21. Jahrhundert schreiben. Spätestens die WiFi-süchtigen Menschen auf den Plazas holen mich in die Gegenwart zurück.

Frische Meeresluft am El Malecon

Die Promenade El Malecon  entlang der Meeresküste ist weltbekannt. Sei es durch das Hotel Nacional, in welchem verschiedene Treffen der Mafiosis und amerikanischen Gangsters in der Hauptstadt von Kuba stattfand. Oder aber einfach wegen dem bekannten Sonnenuntergang über der Skyline von Havanna. Und sicher auch ein wenig dank den Wellen, die regelmässig an die Mauer pretschen und so die Spaziergänger regelmässig nassspritzen. Dennoch muss ich sagen; ich habe mir die Promenade an einem Samstagabend belebter vorgestellt…

Das richtige Havanna im Centro & das reiche Vedado

Hinter dem Capitolio, der Ort der Legislative des Landes, beginnt das Havanna Centro. Dieser Stadtteil bietet zwar wenige Schmuckstücke der Architektur, vermittelt aber ein echteres Bild der Stadt: Das Quartier ist der Wohnort vieler Kubaner und bietet den Touristen weniger Sehenswürdigkeiten. So kommt man hier dafür eher ins Gespräch mit den Einheimischen und erfährt mehr von ihrem Alltag.

Unsere letzte Nacht meiner Kuba Rundreise verbringen wir im Vedado, das Viertel der Villas und nobleren Häusern der Stadt. Wie diese Leute zum entsprechenden Reichtum gekommen sind, ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Deren edleren Lebenstandart ist aber ein erster Beweis, dass die Vermögensschere in einem solch sozialistischen Land wie Kuba nicht minder gross sein kann.

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