Im sommerlichen Flimserwald: Caumasee & Crestasee

Sich von Chur aus mit dem Postauto nach Flims Waldhaus kutschieren lassen und schon ist man im kleinen Paradies des Flimserwaldes angekommen. So einfach geht das!

Caumasee: Der grüne See in Bergumgebung

Nur fünf Gehminuten von der Haltestelle entfernt erblickt man bereits den ersten Bergsee des Tages; Lag la Cauma, auf Deutsch Caumasee. Ein schöner Ort um sich in der eindrücklichen Wald- und Bergumgebung einen ersten Halt zu gönnen – je nach Wohnort war ja die Hinreise bereits mit langen Strapazen verbunden. Der türkisblaue Bergsee harmoniert farblich mit dem saftigen Grün der umliegenden Wälder, das helle Licht der Sommersonne bringt die Steine zum strahlen….das alles muss man zuerst auf sich wirken lassen.

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Der Caumasee ist für mich jedoch erst der Startort eines kleinen Spazierganges. Von einer Wanderung zu sprechen fände ich in diesem Fall ein wenig übertrieben, da die ganze Strecke eher flach und somit ideal für das Schlendern ist. Insbesondere an einem Sonntag nach einer langen Nacht.

 

Die Rheinschlucht: Der Grand Canyon der Schweiz

Ganz in der Nähe des Caumasees liegt eines der “Grand Canyons” der Schweiz: Die Rheinschlucht, auch Ruinaulta genannt, durchquert hier schlangenförmig das Bündnerland. Die Aussichtsplattform von Conn ist ein geeigneter Ort und liefert über die karge Landschaft eine atemraubende Sicht.

Da in luftiger Höhe mein Gleichgewichtsinn ab und an aus dem Ruder läuft – und ganz ehrlich gesagt mich eher die Seen als Flüssverläufe anziehen – verweilte ich nicht allzu lange auf der hohen Plattform. Die drückende Hitze motivierte mich ebenso möglichst rasch zurück auf die Wanderwege in den kühlen Wald zu kehren.

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Crestasee, der idyllische See im Labyrinth des Flimserwalds

Nach dem rund stündigen Spaziergang im Labyrinth Flimserwald (keine Sorge, die Wanderwege sind sehr gut angeschrieben!) erreicht man den zweiten See des Tages. Beim Lag la Cresta, zu Deutsch Crestasee, sticht das türkisfarbene und sehr klare Wasser sofort ins Auge: Fast jeder Stein auf dem Grund ist sichtbar und das kühle Nass lädt zu einem spontanen Badeplausch ein. In der Badeanstalt vor Ort können auch kleine Ruderboote oder die Ausrüstung für Stand-Up-Paddling gemietet werden – ich begnüge mich mit einem Spaziergang rund um den See, wo ganz viele kleine Liegenplätze zum Verweilen zu finden sind. Wer Hunger hat möge sich in das Gasthaus Crestasee begehen; die übersichtlich kleine Speisekarte enthält grosse Leckereien aus der Region.

PS: Nicht erschrecken, aber der Besuch der zwei Bergseen im Flimserwald ist in der Badesaison von Mai bis September leider kostenpflichtig. Tönt komisch, ist aber so.

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