25 things to do in London

In der meistbesuchten Stadt der Welt gibt es viel zu machen, zu sehen, zu geniessen. Bei meinem spontanen dreitätigen Aufenthalt besuchte ich typische Sehenswürdigkeiten, schlenderte durch die viktorianischen Strassen und genoss das typisch englische Leben. Ein fotografisches Protokoll.

London

London Sehenswürdigkeiten: Eine Reisebericht mit vielen Tipps, jedoch keine Insidertipps

Hallo London, du schöne englische Hauptstadt. Schön dich wieder einmal zu sehen, dich zu atmen und zu fühlen. Es ist nun bereits das fündundirgendwaste Mal, dass ich dich besuche – und endlich schaffe ich es auch über dich zu schreiben. Nicht als (möchtegerner) Insider, sondern als einfacher Tourist, der ein verlängertes Wochenede mit dir verbringt. Klassisches Sightseeing steht im Vordergrund, durch die Gassen schlendern und sich ein oder zwei Bier in einem schönen Pub gönnen. Daher findest Du hier eher einen Reisebericht für Erstbesucher, ein „London Tipps und Tricks“ mit meinen 25 persönlichen Gründe, wieso ich London so sehr schätze.

1. „Please mind the gab“ in der Tube, die beste U-Bahn der Welt

Hier beginnt und endet in der Regel eine Städtereise in London: In der U-Bahn. Sei es vom Flughafen (ok, je nach dem wo man landet…) oder für das Hopping durch die Stadt, „The Underground“ ist stets die einfachste und bequemste Art zur Erkundung der englischen Hauptstadt. Eröffnet wurde die „Tube“, wie sie von den Einheimischen liebevoll genannt wird, bereits im Jahr 1863. Der Grossraum von London hat heute insgesamt 12 U-Bahn-Linien, die in 6 konzentrischen Zonen aufgeteilt sind. Während der Flughafen Heathrow zum Beispiel in der Zone 6 liegt, wird das Stadtzentrum in den Zonen 1 und 2 abgedeckt. Architektonisch haben die U-Bahn Stationen von London vielleicht weniger Charme als die von Budapest, Paris oder Berlin. Dennoch ist und bleibt the Underground mein liebstes U-Bahn-Netz auf der ganzen Welt. Auch ein bisschen wegen dem schematischen und farbigen Liniennetzplan, der 1933 vom U-Bahn-Mitarbeiter Harry Beck entworfen wurde. Er war der erste der realisierte, dass die genaue geografische Position der Stationen auf einer Metrokarte sekundär sein kann, wenn die Topologie (also die räumliche Beziehung) zwischen den Stationen sinnvoll gestaltet ist. Ein Vorbild für spätere Streckenpläne von Berlin, Paris oder Tokyo.

The Underground Campden Town

The Tube London

U-Bahn London

2. Piccadilly Circus, das Zentrum des Konsums

Ein Citytrip durch London beginnt für mich traditionell am Piccadilly Circus. Und da komme ich während dem Aufenthalt immer wieder mal vorbei. Nicht dass ich in diesem Shopping-Quartier gross schlendere oder gar einkaufen würde, doch dieser Platz zieht mich irgendwie magisch an. Diese Mischung aus den historischen Gebäuden im viktorianischen Stil mit dem riesigen Bildschirm auf dem Platz (als Sinnbild für den modernen Kapitalismus) finde ich irgendwie paradox – und spannend. Die im Regen vorbeifahrenden doppelstöckigen Busse, die typischen schwarzen Taxis, die Strassenmusiker, die hunderten Touristen,…ja, für mich ist der Piccadilly Circus so eine klischeehafte Visitenkarte von London. Und somit ein schönes Intro für das Sammeln weiterer Eindrücke in der britischen Hauptstadt.

U-Bahn Station: Piccadilly Circus

3. Leadenhall, die kleine Markthalle beim Monument

Weiter geht’s Richtung zum „The Monument“. Eine 60 Meter hohe Säule erinnert da an den Stadtbrand von 1666, als innerhalb von vier Tagen vier Fünftel der Londoner Innenstadt zerstört wurde (darunter auch die Kathedrale St. Paul). Heutzutage geht diese Säule neben den Hochhäusern des Finanz- und Versicherungsdistrikt regelrecht unter. Eigentlich bin ich unterwegs zum Skygarden (siehe Punkt 4), doch ich bin für meinen Einlass viel zu früh. Daher entscheide ich mich durch die Hochhäuser herum zu schlängeln, und der früheren Markthalle Leadenhall einen Besuch abzustatten. Ziemlich klein wirken die zwei überdachten Strässchen auf mich – aber auch überraschend schön. Hier trafen sich bereits im 14. Jahrhundert Geflügel- und Käsehändler, später verkaufte man hier Wolle und Leder. Im Jahr 1991 bekam die Markthalle eine umfangreiche Renovation, die sich definitiv sehen lässt.

U-Bahn Station: The Monument

Piccadilly Circus London

London Piccadilly Circus

Leadenhall London

Leadenhall Market London

London Leadenhall Markt

4. Eine grüne Oase auf einem Hochhaus: Skygarden London

Ein Hochhaus, welches schon beim Bau viel Kritik einstecken musste und mittlerweile doch liebevoll The Pint (das Bierglas) genannt wird. Im 160 Meter hohen Hochhaus befinden sich vorallem Büroräumlichkeiten und Gewerbeflächen. Auf dem obersten Stock gibt es für die Touristen aber auch eine nette Aussichtsplattform, mit Rooftop Bar & Restaurant, sowie einen echten grünen Garten. Ok, eigentlich ist es eher ein kleiner Dschungel – auf jeden Fal ziemlich abstrus, im 35. Stock eines Hochhaus einer urbanen Metropole. Um dies zu erleben, muss man im Vorfel ein kostenloses Ticket online buchen, mit der Angabe seiner gewünschten Besuchszeit. Eigentlich sollte man dies eine bis sogar zwei Wochen im Voraus tun – man kann (wie in meinem Fall) aber auch etwas Glück haben und an einem Dienstag ein freies Zeitfenster für den folgenden Donnerstag buchen. Wettertechnisch war dann das Glück nicht mehr so gnädig mit mir…dennoch muss ich zugestehen, dass die Aussicht von da oben nicht übel ist, auch bei Nebel.

Weitere Informationen & online Reservation: skygarden.london

U-Bahn Station: The Monument

5. Tower of London & Tower Bridge – Als London eine Burg hatte…

Unweit vom Skygarden entfernt liegt an der Themse eine der ältesten Sehenswürdigkeiten von der englischen HauptstadtHer Majesty’s Royal Palace and Fortress the Tower of London ist eine frühere Festung und diente den früheren Königen Englands als Gefängnis, Hinrichtungsstätte, Zoo, Waffenkammer, Lager, Museum, Residenz…und was auch immer. Diese Eindrückliche „Burganlage“ kann man als Tourist seit 600 Jahren (!) besuchen. Benannt nach dieser Anlage ist die Brücke Tower Bridge, die im Vergleich zur Festung erst 1894 eröffnet wurde. Die Klappbrücke ist meines Erachtens ein wirkliches Bijou der neugotischen Architektur, welche insbesondere in der Nacht zur wahren Schönheit beleuchtet wird.

U-Bahn Station: Tower Hill

Skygarden London

London Skygarden

View Skygarden London

London Skygarden Aussicht

Tower of London

Tower Bridge London

Klappbrücke Tower Bridge London

6. Fish ‘n Chips als Nationalgericht

Zum Abschluss meines ersten Tages in London will ich mir ein einheimisches Gericht gönnen, welches definitiv kein Geheimtipp für London ist: Ein leckeres Fish’n’Chips. Dafür geht es in eines der gefühlten Millionen Pubs der Innenstadt. Bei diesem Nationalgericht sind sowohl der panierte Fisch wie auch die Pommes Frites logischerweise frittiert. Serviert werden diese häufig mit Erbsen (oder Bohnen) und einer leckeren Tartar-Mayonnaise. Wer es leicht säuerlich mag, dem wird empfohlen etwas Essig auf den Fisch zu tröpfeln….und dann: Ä Guetä!

7. Palace of Westminster und Big Ben

Wie es sich in einer Hauptstadt gehört, ging ich natürlich auch zum Parlament. In London steckt diese Institution in einem wunderschönen Gebäude; wie es der Name suggeriert, ein wahrer Palast im neugotischen Baustil. The Palace of Westminster ist in verschiedenen Bereichen unterteilt, der bekannteste davon ist sicher der Elizabeth Tower mit der Glocke Big Ben. Leider steckt dieser Turm zur Zeit in Renovation, was mir das achso typische London-Foto verwehrt hat. Nicht desto trotz ist das ganze politische Quartier sehr sehenswert, mit den imposanten Bauten und historischen Schwergewichten.

U-Bahn Station: Westminster

Palace of Westminster

Big Ben Westminster London

Trafalgar Square

National Gallerie London

8. National Gallery am Trafalgar Square

Der Trafalgar Square, ein wunderschöner und der grösste öffentliche Platz in London. Zu Fuss ist er aus verschiedenen Seiten gut erreichbar: Sowohl Leicester Square wie auch das ganze politische Viertel von Westminster liegen einen Katzensprung davon entfernt. Seit dem Mittelalter ist er ein wichtiger Treffpunkt und Verkehrsknoten der Innenstadt. Auch archäologisch hat dieser Platz viel zu erzählen: Bei Bauarbeiten in den 1950er Jahren wurden hier Knochenreste von Höhlenlöwen, Nashörner und Waldelefanten ausgegraben. Seit 2003 ist die Strasse vor der National Gallery zur Piazza umgestaltet worden, wo man im Sommer unbeschwert flanieren kann. Das Hauptmerkmal dieses Platzes ist das Denkmal für Admiral Lord Nelson (der bei der Schlacht von Trafalgar ums Leben kam) sowie die grimmigen Löwenskulpturen aus Bronze.

U-Bahn Station: Trafalgar Square

9. Schweizer Glockenspiel

Ja, sogar die Schweizer Eidgenossenschaft hat in London ihr Denkmal. Die Schweiz und Liechtenstein schenkte ein eher sepzielles Uhrwerk der City of Westminster zu ihrem 400. Geburtstag – das war im 1985. Damals stand am Leicester Square auch ein Tourismus- und Handelszentrum der Schweiz, welches im Jahr 2008 jedoch abgerissen wurde. Dieses Schweizer Glockenspiel ist ein etwa 10 Meter hohes Bauwerk mit 27 Glocken und 11 Holzfiguren. Pünktlich zu jeder Stunde marschieren nachmittags diese Figuren in Reih und Glied, begleitet vom Schlag des Glockenspiels. Unter den Figuren befindet sich ein gläserner Zylinder, verziert mit den Wappen der Schweizer Kantone. Als Zeichen der Freundschaft zwischen dem Vereinigten Königreich und der Schweiz wurde dieser Platz 1991 auf Swiss Court getauft.

U-Bahn Station: Piccadilly Circus / Leicester Square

Leicester Square Schweizer Glockenspiel London

10. Covent Garden

Der Covent Garden ist eines der Hauptattraktionen für Touristen in London. Rund um einer schön renovierten Markthalle treffen hier sowohl Kultur, Shopping, Künstler, Cafés wie auch diverse Essensangebote zusammen. Während in den Vormittagsstunden die Marktstände erst aufgestellt werden, erblühen die Hallen im Verlauf des Tages voller Leben. Wer gerne flaniert, Kaffee trinkt und shoppen geht, kann im Covent Garden so einige Stunden verbringen. In der Nähe der Markthalle können auch verschiedene Museen und Musicaltheater besucht werden.

U-Bahn Station: Covent Garden

Covent Garden London

London Covent Garden

Neal's Yard London

Neals Yard

11. Der farbige Innenhof: Neal’s Yard

Wer denkt, London sei eher eine graue Stadt, mit vielen farblosen Backsteinhäusern und gläserne Hochhäuser…der hat natürlich nicht ganz Unrecht. Insbesondere bei regnerischen Tage hat die Stadt etwas melancholisches. Es gibt aber auch Ausnahmen, welche die Regeln bestätigen – und der kleine Innenhof des Neal’s Yard ist definitiv eine solche Ausnahme. Von aussen ziemlich unscheinbar, befindet sich hier ein kleiner, sehr farbenfroher Innenhof mit Friseur, Massage-Salon und hübschen Café. Die Farben und die Natur haben in diesem Hof eindeutig die Oberhand. Bunte Fassaden, Fensterrahmen und schön verzierte Blumenkästen. Eine farbige Abwechslung, die im grauen London nur gut tut.

U-Bahn Station: Covent Garden

12.Eine Fahrt mit Privatchauffeur: Die Cabs

Die schwarzen Cabs sind genau so ein typisches Wahrzeichen der Stadt wie der Big Ben, die Tower Bridge oder der Covent Garden. Die Cabbies – so werden die Taxichauffeure hier genannt – fahren pro Woche über 2 Millionen Menschen durch die Stadt. Dabei kennen sie nicht nur die Strecken von A nach B auswendig, sondern erzählen Dir unterwegs auch schöne Anekdoten aus ihrem Leben und aus der Stadt. Wer einheimische Informationen für seinen Aufenthalt braucht, ist mit den Cabs gut bedient. Und durch den Londoner Verkehr fahren….muss man zwar nicht, sollte man aber unbedingt mal machen!

13. Oxford Street, die Champs Elyssées von England

Über 300 Geschäfte liegen an der Oxford Street in London – ein wahres Paradies um die Shoppingsucht zu stillen. Die fast 2 Kilometer lange Oxford Street zählt zu den berühmtesten und bedeutendsten Strassen von London, und ist definitiv eine der umsatzstärksten von Europa. Alle grosse Marken der Welt haben hier eine (oder mehrere) Niederlassungen; wobei auch die einheimischen Kaufhäuser wie Marks & Spencer oder Primemark natürlich hier ihre Ware verkaufen. Aufgrund dem hohen Verkehrsaufkommen und der höchsten, jemals gemessenen Stickstoffdioxid-Belastung wurde die Strasse im Jahr 2014 auch als „am stärksten vergiftete Strasse der Welt“ bezeichnet. Seit dem wurde die Strasse tagsüber für Lastwagen und Personenfahrzeuge gesperrt, nur die städtischen Verkehrsbetriebe und Taxis durften durchfahren. Dennoch fahren hier in den Hauptverkehrszeiten immer noch über 160 Busse pro Stunde – ein Rekordwert.

U-Bahn Station: Oxford Circus, Tottenham Court Road

14. Durch die Strassen von Soho schlendern…

Das Stadtviertel Soho liegt im Londoner West End, abgrenzt im Norden von der Oxford Street, im Westen von der Regent Street und im Süden von Piccadilly Circus. Das Quartier ist sehr multikulturell, wobei insbesondere Schwulenbars, Erotikshops, verschiedene Pubs und Marktständen das Viertel prägen. Auch das weltbekannte Chinatown von London liegt im südlichen Teil von Soho. Hier in den Gassen zu schlendern ist sehr inspirativ und unterhaltsam.

U-Bahn Station: Tottenham Court Road, Picadilly Circus, Leicester Square

15. Die Biervielfalt in den Pubs geniessen

Lager, Ales, Craft Beers…..die Bierauswahl ist in England nicht nur immens, sondern äusserst lecker. Neben den grossen Biermarken gibt es in London auch eine Vielfalt an mittleren und kleineren Brauereien, die ihr Handwerk wirklich im Griff haben. Und ihre Produkte in schöner Umgebung zu konsumieren, macht umso mehr Spass. Die vielen Pubs in der Stadt sind alle sehr verschieden von einander, und doch alle haben den gleichen Charme. So macht trinken Spass – natürlich im gesunden Mass. Prost!

Pub Soho London

Bier trinken Pub London

16. Camden Town, die alternative Stadt

Im Nordwesten der Innenstadt liegt das Stadtviertel Camden Town, meist kurz Camden genannt. Dies ist ein eher alternatives Viertel, mit vielen Trödel- und Shoppingmöglichkeiten. Am Buck Street Market findet man vorwiegend Textilien wie T-Shirts, Jeans und Kappen, sowie Modeschmuck. Beim Camden Lock Market, der eigentliche Ursprung des Camden Towns, lässt sich hochwertigere Handwerkgegenstände finden. Doch hier ist insbesondere das Angebot von Streetfood aus aller Welt hochklassig. Im Bereich des Stables Market sind die Marktstände in früheren, überdachten Stallungen oder Arkaden unterhalb dem Eisenbahnviadukt.
Wenn man durch die Gassen von Camden Town schlendert (zum Beispiel beim Verdauungsspaziergang nach den Streetfood-Köstlichkeiten) findet man hier auch viele hochstehende Street-Arts an den Häuserfassaden. Auch zur Ehrung der verstorbenen Musiklegende Amy Winehouse, die im Camden Town auf dem Markt gearbeitet hatte.

U-Bahn Station: Camden Town

Camden Town

Streetfood Camden Town

Camden Town Street Art

17. Das wohlhabende Notting Hill

Ein krasser Gegensatz zu Camden Town ist das in Mode gekommene Viertel von Notting Hill. Hier wohnen jene Leute, die es sich es auch leisten können. Dementsprechend gepflegt sehen hier die Reihenfamilienhäuser aus, und nicht selten sieht man hier Luxusfahrzeuge. Die Strassen im viktorianischen Stil haben grossen Charme, ganz egal ob eher die weissen oder farbigen Fassaden die Strasse prägen. Die Hauptschlagader von Notting Hill ist die Portobello Road, wo sich viele Antiquitäten-Läden befinden und samstags ein Antiquitäten-Markt stattfindet. Das schicke Quartier, welches rund 20 Minuten von der Innenstadt entfernt liegt, ist auf jeden Fall einen kleinen Ausflug wert.

U-Bahn Station: Notting Hill Gate

Notting Hill London

London Notting Hill

18. Londons Münster: St. Paul’s Cathedral

Das Münster von London: Die St. Paul’s Cathedral ist wirklich eine imposante Kirche, eine der grössten Kathedrale der Welt. Der klassizistische Barockbau stammt aus dem Jahr 1666, anstelle der bisherigen Kirche errichtet, die beim Grossbrand niederbrannte. Wie der Buckingham Palace ist dieser Ort ein Schauplatz wichtiger staatlicher Zeremonien und öffentlichen Grossereignissen; der Prinz Charles heiratete hier die mittlerweile verstorbene Lady Diana Spencer.  Das 158 Meter lange Gebäude ist eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von London.

U-Bahn Station: St.Paul’s

19. Die reine Fussgänger Brücke: Millenium Bridge

Nur wenige Meter von der St. Paul’s Kathedrale entfernt liegt eine reine Fussgängerbrücke für die Überquerung der Themse. Die Hängebrücke ist in der Erde verankert, entsprechend kann sich diese Brücke durchaus bewegen – keine optimale Voraussetzung für Langzeitbelichtungen von Fotografen. Von der Brücke aus ist insbesondere der freie Blick auf die Kathedrale sehr schön, wie auch auf das Viertel der Hochhäuser. Die 325 Meter lange Brücke wurde im Jahr 2000 eröffenet – zwei Monaten verspätet, und kostete 2 Millionen Pfund über dem eigentliche Budget. Nur zwei Tage nach der Einweihung musste sie jedoch wegen heftigen Schwanken wieder geschlossen werden. Die Brücke bekam daraufhin den Spitznamen „The wobbly bridge“ – die Wackelbrücke

U-Bahn Station: St.Paul’s

St. Paul's Cathedral

Millenium Bridge London

20. Asiatisch (oder indisch) essen

London ist die meistbesuchte Stadt der Welt – und auch sonst vom alltäglichen Leben her sehr international ausgerichtet. In der englischen Hauptstadt leben viele Asiaten, Inder, Amerikaner, Afrikaner….eigentlich ist hier die ganze Welt vertreten. Da die englische Küche nicht enorm gerade viel zu bieten hat, und hier eben viele Regionen auch kulinarisch vertreten sind, sollte man hier unbedingt auch asiatisch oder indisch essen. Sei es im Chinatown im südlichen Teil von Soho, oder sonst wo auch immer – es lohnt sich. Ich bin in einem chinesischen Restaurant gelandet und war der einzige westliche Gast. Das Essen war äusserst lecker und das Erlebnis einmalig, auch wenn meine Sitznachbaren mich ausgelacht haben, wie ich mit den Essstäbchen zu kämpfen hatte…

21. Leake Street Tunnel, der Graffiti Palast

Unterhalb der Waterloo Station, also Bahnhof für Fernverkehrszüge, liegt der Leake Street Tunnel. Diese Unterführung ist auch als Bansky Tunnel bekannt, da er für Strassenkünstler ein bekannter Ort zum Malen ist. Entlang dieser 300 Meter langen Strasse dürfen ganz legal Graffitis gesprayt (und die Wänden sonstwie verschönert) werden. Angefangen hat dies mit dem Cans Festival im Jahr 2008, welches vom Streetart-Weltstar Bansky initiiert wurde. Auch heute noch ist dies noch ein sehr beliebter und schnelllebiger Ort: Die meisten Graffitis sind mit dem Jahr 2018 datiert – obwohl das Jahr rund 15 Tage alt ist. Wer also die Sprayer live beim Malen zu schauen will und sonst grafische Inspiration sammeln will, darf sich diesen Spot nicht entgehen lassen.

U-Bahn Station: Waterloo

Leake Street Tunnel

 

 

22. England, das Land des Fussballs

England ist für viele ein Synonym für Fussball. Hier liegen die historischen Wurzeln dieser Sportart, welche bis heute grossen Stellenwert in der Gesellschaft geniesst. Die Stadt London hat alleine 13 professionell geführte Vereine, wobei davon 5 in der obersten Liga (Premier League) spielen. Als Liebhaber dieser Sportart lasse ich mir die Gelegenheit nicht entgehen ein Spiel zu besuchen. Ich wähle aus unterschiedlichen Gründen jedoch nicht ein Spiel aus der obersten Liga, sondern eines aus der Football League Championship, die zweithöchste Liga des Landes. An diesem Samstag trifft der Verein aus dem südöstlichen London Millwall FC auf den allerersten Meister und Doublegewinner der englischen Geschichte Preston North End. Nach einem spannenden Spiel vor unterhaltsamer Kulisse endete das Spiel unentschieden.

Dank solchen Fussballspielen lernt man jeweils auch Stadtviertel kennen, die etwas ausserhalb und abgelegener vom Stadtzentrum liegen. Einerseits schlendert man auf dem Weg zum Stadion  automatisch durch Quartiere, die man sonst wohl kaum je besuchen würde. Anderseits lernt man durch den Fussball viel über die unterschiedlichen Identitäten und Rivalitäten innerhalb der Stadt. Traditionelle Geschichten hat jeder Verein zu bieten. Der FC Millwall zum Beispiel ist ein Arbeiterklub, der von schottischen Arbeiter einer Konservenfabrik gegründet wurde. Die Fans stammen heute noch aus den ärmeren Stadtteilen im Süden und Südosten Londons. Seit Jahrzehnten ist Millwal für seine lautstarken und zum Teil gewaltbereiten Fans berüchtigt. Dieses Hooligan-Image wurde auch in verschiedenen Filmen und Büchern stilisiert. Der bekannteste Schlachtruf der Millwall-Fans ist jedoch weiterhin: „No one likes us, we don’t care. We are Millwall, from The Den.“

Fussball in London

 

23. Der Queen Hallo sagen: Buckingham Palace

Zurück in die Stadt, zurück zum klassischen Sightseeing. Im Buckingham Palace wohnt die königliche Familie, falls sie nicht gerade sonst wo auf der Welt unterwegs ist. Hier finden in der Regel auch die offiziellen Staatsanlässe statt, bei denen die ausländischen Staatsoberhäupter empfangen werden. Ohne gross auf die Geschichte des Gebäudes eingehen zu wollen, möchte ich doch erwähnen, dass der Palast über 770 Räume verfügt und gleichzeitig der Arbeitsplatz von rund 450 Angestellten ist. Für Touristen ist die Wachablösung (mehr oder weniger) spannend, die zwischen April und Juli täglich jeweils um 11:30 Uhr stattfindet. Ich hatte das „Glück“ die rot uniformierte Garde auf ihren Rösser vorbeireiten zu sehen, was auch schon ziemlich witzig war.

U-Bahn: Victoria / St. Jame’s Park / Hyde Park Corner

 24. Ein Spaziergang im Hyde Park

Der Hyde Park ist der grösste und bekanntest Stadtpark von London. Hier treffen sich Spaziergänger, Jogger und Velofahrer um die frische Luft zu geniessen. Mit den verschiedenen Vögel am Teich kriegt der Stadtmensch ein Stück Natur. Und wer ein wenig Glück hat, erspäht auch so einige süsse Eichhörnchen. Doch auch ein wichtiger Eckpfeiler der englischen Demokratie befindet sich im Hyde Park. Was heute die online Kommentarfunktion und die Soziale Medien sind, war früher der Speakers Corner – die Möglichkeit der unverblühmten Meinungsäusserung.

U-Bahn: Hyde Park Corner

25. Eine letzte Fahrt in einem Londoner Bus

Das Busnetz von London deckt vor allem den Nahverkehr ab. Über 8000 doppelstöckige Busse auf über 700 Strecken befördern 1,8 Milliarden Fahrgäste pro Jahr – eine beeindruckende Statistik. Die Busse sind in der Stadt eine wahre Attraktion und können kaum übersehen werden. Und es ist immer wieder ein Erlebnis mit dem Doppelstöcker zu fahren!

 

London in 3 Tage erleben – und doch habe ich wiedermal viel verpasst…

Ja, in London gibt es einiges zu tun. Es ist praktisch unmöglich, alles von London in nur drei Tage zu erleben. Ich empfand mein Programm als gut ausgelastet, aber nicht stressig. Wenn man grundsätzlich eine solch grosse Auswahl hat, muss man automatisch auch auf gewisse Dinge verzichten. Für meinen nächsten Besuch habe ich mir auf jeden Fall folgende Sachen notiert:

  • The Roof Gardens: Das Konzept „Gartenanalgen auf Häuser“ scheint in London voll in Mode zu sein. Auf jeden Fall gibt es zum Skygarden die kleine Alternative.
  • The Shard: Das pyramidenförmige Hochhaus kann man auch von Innen betrachten und von da aus eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt erhaschen.
  • London Eye: Das Riesenrad von London, gleich vis-a-vis vom Big Ben.
  • Gherkin: Das eiförmige (oder doch eher Gurken ähnliche?) Glashaus von London.
  • Serpentine Gallery: Im hinteren Teil vom Hyde Park befindet sich eine Gallerie, die vor allem eine lustige Architektur haben soll.
  • Borough Market: Wie es der Namen sagt, ein (schöner) Markt – und nicht nur von Touristen besucht.
  • Westminster Abbey: Die Kirche neben dem Rathaus und Big Ben kann man auch von Innen sehen.
  • Street Arts im East End: Angeblich sollen im Stadtviertel East End ganz viele und schöne Streetarts zu finden sein.
Zusammenfassung
25 things to do in London
Titel
25 things to do in London
Beschreibung
In der meistbesuchten Stadt der Welt gibt es viel zu machen, zu sehen, zu geniessen. Bei meinem spontanen dreitätigen Aufenthalt besuchte ich typische Sehenswürdigkeiten, schlenderte durch die viktorianischen Strassen und genoss das typisch englische Leben. Ein fotografisches Protokoll.
Autor

xemel

Xemel hört auch auf den Namen Marc und ...

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